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BAföG

 

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz oder kurz BAföG ist eine staatliche finanzielle  Förderung von Studenten und Schülern. Der Gesetzgeber führte dieses 1957 nach dem so genannten Honnefer Modell ein. Die Förderung war ursprünglich dafür gedacht die Chancengleichheit für Schüler und Studenten aus sozial schwächeren Familien zu verbessern. Des Weiteren sollte allen Studenten das Studieren ermöglicht werden ohne einer Nebentätigkeit nachzukommen. Dass dies heute nicht der Realität entspricht beweist eine Studie des Deutschen Studentenwerks, die belegt dass 67 Prozent aller Studenten eine Nebenbeschäftigung haben.

Jedoch sind einige Kriterien wichtig um überhaupt einen Anspruch auf eine staatliche Förderung zu bekommen. Gefördert werden alle Studenten die noch nicht das 30. Lebensjahr überschritten haben und sich in einer Erstausbildung befinden. Es ist nicht notwendig eine besondere Begabung vorweisen zu können. Alle werden gefördert wo der Staat absehen kann, dass der angestrebte Abschluss erreicht wird.

Die Höhe der staatlichen Förderung ist abhängig von dem Einkommen der Ehepartner bzw. bei jüngeren Studenten von dem Einkommen der Eltern. Der Bedarfsatz wird folglich individuell errechnet. Wird der Bedarfsatz bei den Eltern eines Studenten ermittelt muss das gesamte Einkommen des letzten Jahres angegeben werden. Zu dem Einkommen werden bei der Berechnung noch folgende Freibeträge abgezogen, dieser liegt bei zusammenlebenden Eheleuten bei 1440 Euro und bei Alleinerziehenden  bei 980 Euro. Außerdem gibt es einen pauschalen Freibetrag von 50 Prozent des gesamten Einkommens nach Verrechnung des oberen Freibetrags. Nach Abzug aller Freibeträge wird der Bedarfssatz für jeden Studenten ermittelt. Der Gesetzgeber hat noch weitere Freibeträge veranlasst, so werden nochmals 435 Euro für ein unterhaltspflichtiges Kind von dem Einkommen abgezogen und 480 für jedes weitere. Zudem gilt das Kindergeld nicht als Einkommen. Neben dem Einkommen wird noch privates Vermögen des Antragstellers mit in die Berechnung eingezogen. Auch hier bestehen zwei Freibeträge. Der Freibetrag für unverheiratete Studierende steht derzeit bei 5200 Euro und bei einem verheirateten Studierenden bei 7000 Euro. Des Weiteren darf ein Studierender neben dem Hochschulstudium nur maximal 400 Euro monatlich dazuverdienen. Darüber hinausgehende Einnahmen werden mit der Förderung verrechnet.

Die Förderung wird so lange geleistet bis die Erstausbildung zu Ende ist. Bei einem Studium erhält ein Student eine Förderung bis zum Ende der Regelstudienzeit. Darüber hinaus kann auch weiter geleistet werden, wenn zum Beispiel das Abschlussexamen nicht erreicht wurde.

Die Bafög Leistung setzt sich in der Regel aus einem staatlichen Zuschuss und einem zinslosen Darlehn zusammen. Das bedeutet das 50 Prozent der Förderung an den Staat zurückgezahlt werden muss. Die Rückzahlung erfolgt einkommensabhängig nach dem Studium und wird vierteljährig an das Bundesverwaltungsamt gezahlt. Sollte ein Akademiker nicht finanziell in der Lage sein das Darlehn zurückzuzahlen so kann dieses befristet zurückgestellt werden. Studenten die ihr Studium nach dem 1 März angefangen haben brauchen nur noch maximal 10000 Euro an Staat zurückzuzahlen.



 
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