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Kinderbetreuungskosten

Kinderbetreuungskosten

 

Für erwerbstätige Eltern besteht die Möglichkeit, einen Teil der für Sie entstehenden Kosten für Ihre Kinder bei der Steuer abzusetzen. Früher war dies pauschal 1.500 Euro für ein Kind von verheirateten Eltern und jeweils 750 Euro pro geschiedenen Elternteil. Dem gegenüber steht der Vorwegabzug. Das bedeutet, der Gesetzgeber rechnet für die Eltern einen pauschalen Betrag in Höhe von 1.548 Euro pro Kind für verheiratete und jeweils 774 Euro pro Kind bei getrennt lebende Eltern an, der von den entstehenden Umkosten selbst getragen werden kann. Kamen zum Beispiel 2000 Euro Kosten für ein Kind im Jahr auf, subtrahiert das Finanzamt den Vorwegabzug von dem Kosten, da dieser für die Eltern als tragbar angesehen wird. Der restliche Betrag kann Steuerlich geltend gemacht werden, jedoch maximal 1.500 Euro oder 750 Euro.

 

Damit Eltern die Kinderbetreuungskosten für Ihr Kind absetzten können müssen folgende Vorraussetzungen erfüllt sein:

 

  • Die Eltern müssen die entstandenen Kosten nachweisen können
  • Die Eltern absolvieren eine Ausbildung
  • Die Eltern sind berufstätig (egal wie viel sie verdienen, schließt Mini-Jobber mit ein)
  • Die Eltern sind behindert (geistig, körperlich) oder krank (körperlich, seelisch)

 

Beschäftigen die Eltern eine Haushaltshilfe, welche die Kinderbetreuung übernimmt gewährleistet das Finanzamt eine zusätzliche Steuerentlastung in Höhe von 12% auf den Ansatzbetrag. Wird die Betreuung des Kindes von einer Geringfügigbeschäftigten Hilfe durchgeführt werden anstatt der 12% nur 10% auf den Ansatzbetrag berechnet.

 

Ein Beispiel: Geht man davon aus, dass die Kinderbetreuungskosten von einem verheirateten Paar bei 4008 Euro lagen. Nach dem subtrahieren des Vorwegabzuges in Höhe von 1.548 Euro bleiben noch 2460 Euro über. Nun kann von diesem Betrag 1.500 Euro für die Kinderbetreuungskosten gegen gerechnet werden. Bei einem Beispiel-Steuersatz von 30% entsteht eine steuerliche Entlastung von 450 Euro. Bei dem bereinigten Kinderbetreuungskosten (nach Vorwegabzug und absetzbare 1.500 Euro) bleiben noch 960 Euro über. Von diesem Betrag kann nun bei Beschäftigung einer Hilfe 12% zusätzlich abgezogen werden. Es kommt zu einer weiteren Steuerersparnis von 115,20 Euro.

 

 

Seit dem Jahr 2006 gibt es eine Neuregelung der Absetzung von Kinderbetreuungskosten für Haushaltshilfen, welche die Betreuung des Kindes übernehmen.

Demnach kann man 2/3 der aufgebrachten Leistungen steuerlich geltend machen, jedoch nur bis zur Höhe von 4000 Euro pro Kind und Jahr. Dies ist nur  möglich wenn die Eltern eine Betreuungshilfe beschäftigen wegen Ihrer Erwerbstätigkeit und das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht überschritten hat. Der abzugsfähige Betrag wird bei der Ermittlung von den Einkünften aus

 

  • einem Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirtschaft und selbstständigen Arbeit in Form von Betriebsausgaben
  • und bei Einkünften aus einer nicht selbstständigen Arbeit als Werbungskosten

 

abgezogen. Zudem kann der Betrag gegen gerechnet werden wenn ein Kind sich wegen einer Behinderung (geistig, körperlich) nicht eigenständig versorgen kann.

 

Ansonsten können die anfallenden Kosten für die Beschäftigung einer Betreuungshilfe auch als Sonderausgaben abgezogen werden, wenn das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und der Elternteil sich in der Ausbildung befindet. Des Weiteren können Elternteile die krank oder behindert sind die Kosten ebenfalls bei den Sonderausgaben abziehen. Bei einem Ehepaar können die Kosten nur dann als Sonderausgaben angerechnet werden wenn ein Elternteil erwerbsfähig und der andere krank oder behindert ist.



 
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