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Gesetzliche Unfallversicherung

Unfallversicherung

 

Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine staatlich geregelte Absicherung von deutschen Staatsbürgern, die in dem Sozialgesetzbuch VII festgeschrieben ist. Als eine der ersten Versicherungen wurde die gesetzliche Unfallversicherung 1884 von Karl Otto von Bismarck eingeführt. Diese Absicherung schütz ihre Versicherten vor Risiken bei Berufsunfällen, Unfällen auf dem Arbeitsweg (beziehungsweise auch Schulweg) und Berufskrankheiten. Das Problem bei der gesetzlichen Unfallversicherung ist das nicht jeder Unfall der auf der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg passiert auch gleich als ein Arbeitsunfall gilt. Vielmehr wird jeder Fall einzeln betrachtet. Eine generelle pauschalisierte Definition von einem Arbeitsunfall, liegt bis heute nicht vor. Einen Unfall definiert das Sozialgesetzbuch VII folgendermaßen:

§8 SGB VII: „…..Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.“

Zudem sind nicht alle Krankheiten die mit der Beschäftigung im Verhältnis stehen, auch gleich eine Berufskrankheit nach der gesetzlichen Unfallversicherung. So leistet die Unfallversicherung nur bei bestimmten Erkrankungen. Eine Liste dieser Krankheiten wird von dem Gesetzgeber definiert.

 

In der Gesetzlichen Unfallversicherung sind folgende Personen in Deutschland gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert:

  • Arbeitnehmer
  • Auszubildender
  • Blutspender
  • Helfer bei Unglücksfällen
  • Helfer im Katastrophenschutz
  • Kinder, welche einen Kindergarten/Kindertagesstätte besuchen
  • Landwirte
  • Pflegepersonen
  • Schüler
  • Studenten
  • Organspender

Die Beträge zu der gesetzlichen Unfallversicherung müssen nicht die oben genannten Personen an die Unfallversicherungsträger entrichten, sondern die jeweiligen Institutionen welche die Personen aufsuchen. (Bei einem Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber die Beiträge!) 

 

Kommt es bei einer von den oben genannten Personen zu einem Schadensfall leistet die gesetzliche Unfallversicherung mit medizinischen Förderungen, Rehabilitationsprogrammen oder Entschädigung- beziehungsweise Lohnersatzzahlungen. Bei den Lohnersatzzahlungen erhalten die Geschädigten bis maximal 2/3 ihres monatlichen Nettoeinkommens. Bei den Entschädigungszahlungen gibt es feste Beträge. Weitere Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung sind:

  • Sterbegeld
  • Verletztenrente
  • Verletztengeld
  • Erstattung von Überführungskosten
  • Hinterbliebenenrente
  • Beihilfe

 

Des Weiteren haben die Versicherten im Schadensfall einen Anspruch auf Krankenbehandlung, Pflege,  Teilhabeleistungen und weitere Sachleistungen.

Die Leistungen werden von den unterschiedlichen Trägern ausgezahlt. Alle Träger unterliegen zwar der Staatlichen Aufsicht, sind aber Körperschaften des öffentlichen Rechts und haben daher das Recht sich selbst zu verwalten. Die Träger sind:

  • Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften
  • Gewerbliche Berufsgenossenschaften
  • Feuerwehr-Unfallkassen/Unfallkassen

Die Träger finanzieren die Leistungen wie die gesetzlichen Krankenkassen mit dem Umlageverfahren. Das bedeutet die eingehenden Beiträge werden dazu verwendet laufenden Leistungen zu bezahlen.



 
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